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„Durch den Dienst der Kirche schenke Gott dir Verzeihung und Frieden.“

Sakrament der Versöhnung (Beichte)

„Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.“

2 Kor 5,19

Manchmal lastet etwas auf uns – ein Streit, eine Entscheidung, eine Schuld, die wir mit uns tragen. Das Sakrament der Versöhnung bietet einen geschützten Raum, um innezuhalten, ehrlich zu sein und neu anzufangen.

Im Sakrament der Versöhnung empfängt der Mensch die Fülle der Barmherzigkeit Gottes. Der Gläubige spricht im persönlichen Gespräch aus, was ihn belastet – so kurz oder so ausführlich, wie er es braucht. Denn entscheidend ist nicht das Bekenntnis, sondern was Gott zusagt: Wenn der Priester die Lossprechungsformel spricht, schenkt Gott seinen Geist – und mit ihm die umfassende Vergebung aller Schuld. Wer sich so von Gott angenommen weiß, kann auch mit sich selbst ins Reine kommen.

Dieses Sakrament heißt „Versöhnung“, weil es genau das ist: Gottes bedingungslose Zuwendung, die das Herz freimacht.


Termin vereinbaren

In St. Bonifatius Frankfurt gibt es keine festen Beichtzeiten. Stattdessen bieten wir etwas Persönlicheres: Sie vereinbaren einen Termin direkt mit einem unserer Priester oder über das Pfarrbüro – ganz nach Ihrem Zeitplan und Ihren Bedürfnissen.

Das Gespräch findet ganz nach Ihrem Wunsch statt – in der Kirche oder in einem geeigneten Raum im Pfarrhaus.


Externe Priester

Wenn Sie lieber mit einem externen Priester sprechen möchten, empfehlen wir das tägliche Beichtangebot der Kapuziner an der Innenstadtkirche Liebfrauen, Schärfengässchen 3.

Montag bis Freitag: 8:30–9:45 Uhr, 10:45–11:45 Uhr und 15:00–17:45 Uhr


Was erwartet mich?

Viele Menschen haben Fragen oder Hemmungen, bevor sie das erste Mal das Sakrament der Versöhnung empfangen. Das ist völlig normal. Hier ein kurzer Überblick:

Das Gespräch

Sie erzählen dem Priester, was Sie bewegt, was Sie belastet oder was Sie bereuen. Das Gespräch ist so kurz oder so ausführlich, wie Sie es möchten – es gibt keine vorgeschriebene Form. Der Priester hört zu und gibt geistliche Begleitung.

Die Lossprechung

Am Ende des Gesprächs spricht der Priester die Lossprechungsformel. In diesem Moment empfangen Sie den Heiligen Geist, der Sie mit Gott und sich selbst versöhnt und Ihnen die umfassende Vergebung aller Sünden schenkt – nicht durch den Priester persönlich, sondern durch ihn als Zeichen der Kirche und der Zuwendung Gottes.

Danach

Viele Menschen erleben das Sakrament der Versöhnung als tief befreiend – als einen Moment, in dem sie mit einem leichteren Herzen wieder nach vorne schauen können.


Das Beichtgeheimnis

Das Beichtgeheimnis ist eines der absoluten Fundamente des Sakraments der Versöhnung. Es ist keine formale Regel, sondern Ausdruck des Vertrauens, das Gott und die Kirche dem Menschen entgegenbringen.

Der Priester ist durch das kirchliche Recht streng und ausnahmslos an das Beichtgeheimnis gebunden: Alles, was ihm im Gespräch mitgeteilt wird, darf er unter keinen Umständen weitergeben – an niemanden, unter keinen Umständen, nie. Kein Gericht, keine Behörde und keine kirchliche Stelle kann ihn davon entbinden.

Dieses absolute Schweigen ist kein Hindernis, sondern eine Einladung: Was Sie im Sakrament der Versöhnung sagen, bleibt zwischen Ihnen, dem Priester – und Gott.


Vorbereitung

Es gibt keine Pflichtform für das Gespräch. Wenn Sie sich vorbereiten möchten, kann es helfen, innerlich innezuhalten und zu überlegen:

  • Was liegt mir auf dem Herzen?
  • Welche Entscheidungen oder Taten bereue ich?
  • Wo habe ich anderen oder mir selbst geschadet?
  • Was möchte ich verändern?

Wenn Sie unsicher sind oder zum ersten Mal kommen: Sprechen Sie uns einfach vorher an. Wir helfen Ihnen gerne.


Sakrament der Versöhnung für Kinder

Zur Vorbereitung auf die Erstkommunion empfangen Kinder in St. Bonifatius Frankfurt zum ersten Mal das Sakrament der Versöhnung. Sie werden dabei behutsam und altersgerecht begleitet. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Erstkommunion.


Häufige Fragen

Muss ich genau wissen, was ich sagen soll?

Nein. Sie müssen keine bestimmte Form kennen. Es genügt, wenn Sie offen erzählen, was Sie beschäftigt. Der Priester begleitet Sie im Gespräch.

Kann ich kommen, wenn ich lange nicht mehr da war?

Ja, auf jeden Fall. Es gibt keine Wartezeit, keine Mindestanforderung und keinen „Rückstand“ aufzuholen. Viele Menschen kommen nach langer Pause – und werden offen empfangen.

Wie lange dauert das Gespräch?

Das hängt ganz von Ihnen ab. Ein kurzes Gespräch mit Lossprechung kann wenige Minuten dauern; wenn Sie ausführlicher sprechen möchten, nehmen wir uns die Zeit.

Kann ich anonym bleiben?

Ja. Sie müssen Ihren Namen nicht nennen.

Gilt das Beichtgeheimnis wirklich absolut?

Ja – ausnahmslos. Der Priester darf das, was Sie ihm mitteilen, unter keinen Umständen weitergeben. Das ist absolutes kirchliches Recht.

Muss ich katholisch getauft sein?

Das Sakrament der Versöhnung ist grundsätzlich für getaufte Katholikinnen und Katholiken. Wenn Sie Fragen zu Ihrer persönlichen Situation haben, sprechen Sie uns einfach an.

Priester in der Pfarrei

Wenn Sie das Versöhnungssakrament empfangen möchten, wenden Sie sich bitte an einen der Priester unserer Pfarrei, um einen Termin zu vereinbaren:

Pfr. Dr. Werner Otto

Tel.: 069. 6959758-60
w.otto@sanktbonifatius.de

Pfr. Uwe Michler

Tel. 069. 69597585-0
u.michler@sanktbonifatius.de

P. Gaby Geagea c.m.l

Tel.: 0173. 74265 39
g.geagea@sanktbonifatius.de

Oder über das Pfarrbüro

Sie können sich auch einfach beim Pfarrbüro melden – wir vermitteln gerne einen Termin, auch wenn Sie einen externen Priester wünschen.